Reha-Ablehnung

Die Ablehnung des Antrages auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation kann aus unterschiedlichen Gründen erfolgen.

Die Ablehnungsgründe aus medizinischer Sicht orientieren sich an den Kriterien der Reha-Indikation. Danach kann die beantragte Leistung aus Sicht der gesetzlichen Rentenversicherung nicht erforderlich oder nicht erfolgversprechend sein oder aber der Versicherte kann aktuell nicht rehafähig sein.

Fehlende Mitwirkung

Wenn der Versicherte seinen Mitwirkungspflichten (z. B. Übersendung von Unterlagen, Teilnahme an einer Begutachtung...) nicht nachkommt, wird der Antrag abgelehnt. Holt der Versicherte die erforderliche Mitwirkung nach, kann das Verfahren jedoch wieder aufgenommen werden.

Fehlende Reha-Bedürftigkeit

Die Rehabilitation wird mit der Begründung „nicht erforderlich“ abgelehnt, wenn vorrangig ambulante Maßnahmen verordnet werden sollten oder wenn die ambulanten Maßnahmen noch nicht ausgeschöpft sind.
Gleiches gilt, wenn die vorliegende Erkrankung keinen Einfluss auf die Erwerbsfähigkeit hat oder wenn der Patient ausschließlich roborierende Maßnahmen benötigt.

Fehlende Reha-Fähigkeit

Sollte der Versicherte aktuell nicht rehafähig sein, wird der Antrag ebenfalls abgelehnt. Wenn eine länger andauernde Akutbehandlung läuft oder ansteht (Operationen, zahnärztliche Behandlungen, laufende Chemo- oder Strahlentherapie), wird auch nicht von einer Reha-Fähigkeit ausgegangen.

Negative Erfolgsprognose

Die Rehabilitation wird als nicht erfolgversprechend angesehen, wenn durch sie kein positiver Effekt auf das verminderte Leistungsvermögen zu erwarten ist, die Leistungsfähigkeit also nicht verbessert oder wiederhergestellt werden kann.

Eine Rehabilitation ist auch dann nicht erfolgversprechend, wenn das Leistungsvermögen bereits aufgehoben und keine Verbesserung zu erreichen ist. In diesen Fällen erfolgt mit der Ablehnung ein Hinweis, dass der Antrag in ein Rentenverfahren umgewandelt wird, wenn der Patient eine entsprechende Zustimmung erteilt.

Das gleiche gilt für Patienten, die bereits eine Rente wegen voller Erwerbsminderung beziehen und diese auf Dauer oder bei Zeitrenten noch länger als ein Jahr gewährt wird.

Nichterfüllen der Versicherungsrechtlichen Voraussetzungen / Ausschlussgründe

Es können aber auch die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen nicht erfüllt sein oder Ausschlussgründe vorliegen.

Versicherungsrechtliche Voraussetzungen

Ausschlussgründe