Nach der medizinischen Rehabilitation

Auch nach der Rehabilitation ist Ihre weitere Unterstützung für Ihre Patienten sehr wichtig, damit sie das in der Rehabilitation Gelernte auch erfolgreich im Alltag umsetzen können. Eine möglichst konsequente Umsetzung der Therapieempfehlungen, regelmäßiges Nachfragen zum Beispiel nach durchgeführten sportlichen Aktivitäten und weitere Motivation fördern die Nachhaltigkeit des Reha-Erfolges. Ein gemeinsames Ziel, dass Sie, die Reha-Einrichtungen und auch die Deutsche Rentenversicherung haben, nämlich die Eigeninitiative von Patienten bezüglich wichtiger Lebensstil-Änderungen zu fördern, wird durch Ihre Unterstützung nach der Rehabilitation deutlich besser erreicht.

Entlassungsbericht

Jeder Patient erhält von der Reha-Einrichtung einen ausführlichen Entlassungsbericht, der grundsätzlich für mehrere Adressaten bestimmt ist. Sie erhalten diesen Bericht allerdings nur, wenn Ihr Patient hierfür auch sein Einverständnis gegeben hat. Wenn Sie keinen Brief erhalten haben, fragen Sie Ihren Patienten bitte direkt danach.

Viele Reha-Einrichtungen geben den Patienten am Entlassungstag Kurzbriefe mit, die die wesentlichen Informationen zum Behandlungsablauf und -erfolg beinhalten, insbesondere auch zu den weiter zu veranlassenden Maßnahmen und dem Status der Arbeitsfähigkeit.

Nachsorgeempfehlungen:
In den Nachsorgeempfehlungen der Reha-Einrichtung ist der Plan für die Zeit nach der Rehabilitation festgelegt. Bitte unterstützen Sie Ihren Patienten bei der Durchführung des Nachsorgeprogramms.

Reha-Nachsorge

Es hat sich gezeigt, dass der langfristige Erfolg einer Rehabilitation deutlich gesteigert werden kann, wenn nach der Rehabilitation gewisse therapeutische Angebote weitergeführt werden. Um dies sicherzustellen, gibt es bei der Deutschen Rentenversicherung verschiedene Nachsorgeprogramme. Hierzu gehören z. B. die medizinische Trainingstherapie oder gruppen-psychotherapeutische Angebote, wie z. B. Curriculum Hannover. Diese Programme unterstützen die Patienten bei der Überführung der Anregungen aus der Rehabilitation in ihren Alltag und fördern ihre Eigeninitiative. Hier benötigen Ihre Patienten aber auch nach Abschluss der in der Regel halbjährigen Programme Ihre weitere Unterstützung.

Nachsorgeprogramme, deren Kosten die Rentenversicherung übernimmt, können nur durch die Ärztinnen und Ärzte der Reha-Einrichtung verordnet werden. Dafür haben die Patienten bei Entlassung aus der Rehabilitation bereits Informationen, wie, wo und wann es weiter geht, bzw. wo sie sich informieren können, wenn die Reha-Einrichtung die Teilnahme an Nachsorgeprogrammen für sinnvoll hält. Unterstützen Sie Ihre Patienten bitte bei der konsequenten Teilnahme an den entsprechenden Programmen.

Informationen zu speziellen Nachsorgeprogrammen der Deutschen Rentenversicherung

Arbeitsunfähigkeit

Sollte Ihr Patient weiterhin arbeitsunfähig aus der Reha-Einrichtung entlassen worden sein, stellen Sie bitte im Anschluss an den Reha-Aufenthalt eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung aus. Die Kollegen in der Reha-Einrichtung sind zum Ausstellen einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nicht berechtigt.

Stufenweise Wiedereingliederung

Nach längerer Arbeitsunfähigkeit kann die Durchführung einer stufenweisen Wiedereingliederung sinnvoll sein. Wenn dieses Verfahren (noch) nicht von der Reha-Einrichtung eingeleitet wurde, können auch Sie es zu einem späteren Zeitpunkt in Gang setzen.

Mehr Informationen zur stufenweisen Wiedereingliederung finden Sie unter

Stufenweise Wiedereingliederung

Rente trotz Rehabilitation

Auch eine gut und konsequent durchgeführte Rehabilitation ist nicht immer ein Garant dafür, dass die Erwerbsfähigkeit eines Menschen vollständig wieder hergestellt wird. Wenn auch durch weitere Leistungen - wie z. B. Nachsorge-Programme, die Weiterführung ambulanter Maßnahmen, neue Therapiestrategien oder Ähnliches - keine weitere Besserung der Erwerbsfähigkeit erreicht werden kann und abzusehen ist, dass sich diese Situation voraussichtlich für einen langen Zeitraum nicht ändern wird, kann eine (zeitweise) Berentung wegen Erwerbsminderung eventuell eine Lösung sein.

Da die Gewährung einer Rente wegen Erwerbsminderung wesentlich auch an nicht-medizinische Voraussetzungen geknüpft ist und unter Umständen auch eine vom Patienten unvorhergesehene finanzielle Einbuße bedeuten kann, sollte sich Ihr Patient hierzu unbedingt in einer Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung beraten lassen.

Auskunfts- und Beratungsstellensuche der Deutschen Rentenversicherung

Rente

In diesem Fall fordert die Rentenversicherung möglicherweise auch einen neuen Befundbericht von Ihnen an. Ausfüllhinweise hierzu finden Sie unter

Rentenverfahren - Befundbericht

Link zur Ausfüllhilfe