Rente wegen Erwerbsminderung

Sollte Ihr Patient aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen eine Rente wegen Erwerbsminderung bei der Deutschen Rentenversicherung beantragt haben, kann es sein, dass Sie als behandelnde(r) Arzt/Ärztin aufgefordert werden, einen Befundbericht zu erstellen. Einen entsprechenden Vordruck sendet Ihnen die Rentenversicherung dann zu.

Befundbericht erstellen

Hinweise und Erläuterungen zum Ausfüllen des Befundberichtes finden Sie hier. Denken Sie bitte auch in diesem Fall daran, dass die Ärzte der Sozialmedizinischen Dienste der Rentenversicherung Ihren Patienten nicht persönlich kennen. Ein gut ausgefüllter Befundbericht lässt ein plastisches Bild Ihres Patienten und seiner spezifischen Beschwerden entstehen, verhindert Nachfragen und ermöglicht eine zügige und passgenaue weitere Bearbeitung und Begutachtung.

Rentenverfahren - Befundbericht (inklusive Honorarabrechnung)

Ausfüllhinweise zum Befundbericht im Rentenverfahren

Widerspruch

Möglicherweise ist Ihr Patient mit der Entscheidung der Deutschen Rentenversicherung zu seinem Antrag auf Rente wegen Erwerbsminderung nicht einverstanden. Dann hat er auch in diesem Verfahren die Möglichkeit, Widerspruch einzulegen. Erster Ansprechpartner des Patienten hierzu ist häufig ein Sozialverband oder ein Anwalt. Über diese Zwischenstation werden unter Umständen auch Sie in das Verfahren eingebunden, da diese von Ihnen weitere Unterlagen anfordern oder Ihnen ein bereits durchgeführtes Gutachten zur Beurteilung vorlegen.

In diesem Fall ist es sinnvoll, medizinische Aspekte, die bisher nicht hinreichend berücksichtigt wurden, detailliert darzulegen und ggf. mit weiteren Ihnen vorliegenden Unterlagen zu untermauern. Das Gebiet der Erwerbsminderung ist äußerst komplex und schließt neben den medizinischen Befunden zahlreiche, nicht-medizinische Aspekte mit ein, deren Einordnung in das Gesamtpaket maßgeblich unter juristischen Gesichtspunkten erfolgt. Auch wenn medizinisch völlig eindeutig ist, dass Ihr Patient nicht mehr erwerbsfähig sein kann, muss dies sozialrechtlich nicht zwingend der Fall sein.

Fallbeispiele Rente