Ambulante Vorbehandlung

Vor einer Rehabilitation sollten Beschwerden bzw. Erkrankungen ambulant behandelt worden sein. Es darf kein akutmedizinischer Behandlungsbedarf bestehen!

Einige wesentliche Punkte hierzu sind:

  • Die medikamentöse Erst-Einstellung einer Erkrankung ist keine originäre Aufgabe der Rehabilitation und sollte daher bereits vorher erfolgt sein.
  • Reha-Sport und Gymnastik in „Eigenregie“ reichen bei orthopädischen Krankheitsbildern als ambulante Maßnahmen nicht aus. Hier sind ausreichend verordnete Physiotherapie und ggf. weitere Maßnahmen (Medikamente, TENS usw.) erforderlich.
  • Bei psychischen Krankheitsbildern sollte eine psychiatrische/psychotherapeutische Mitbehandlung bereits vor der Rehabilitation erfolgen. Die Akzeptanz und die Wirksamkeit der in der Rehabilitation durchgeführten Maßnahmen und Methoden wird dadurch erhöht. Und die nach der Rehabilitation in der Regel erforderliche Weiterbehandlung kann hierdurch ebenfalls besser sichergestellt werden mit der Folge einer höheren Nachhaltigkeit der Rehabilitation.
  • In vielen Fällen sollte grundsätzlich zunächst eine fachärztliche Mitbetreuung erfolgen, um den ganzen Rahmen der ambulant durchzuführenden Möglichkeiten auszuschöpfen (Pulmologie, Diabetologie, Orthopädie usw.)