Ausfüllhinweise zum Befundbericht im Rentenverfahren

Diagnosen:

Bitte nennen Sie die medizinisch bedeutsamste Diagnose, die wesentlich für die Stellung des Rentenantrages ist, an erster Stelle. Da es bei der Beurteilung der Erwerbsfähigkeit auf die vorliegenden Funktionseinschränkungen ankommt, die die jeweilige Diagnose hervorruft, sind die sogenannten Funktionsdiagnosen relevant.

Beispiele:

  • statt Z. n. Prostata-Ca: Ausgeprägte Inkontinenz nach radikal behandeltem Prostata-Ca,
  • statt Bandscheibenvorfall: Schmerzhafte Bewegungseinschränkung der LWS und muskuläre Schwäche im linken Bein bei BSV L4/5.
  • statt Z. n. Hüft-TEP re: Geringe Bewegungseinschränkung in der rechten Hüfte nach Einsetzen des künstlichen Hüftgelenkes

Funktionsdiagnosen

Funktionseinschränkungen:

Hier sind die tatsächlich vorliegenden Funktionseinschränkungen infolge der gestellten Diagnosen bedeutsam, wie z. B. die Einschränkung der Herzleistung (Ejektionsfraktion, EF) bei kardialen Erkrankungen, die aktuellen Lungenfunktionsparameter bei pulmonalen Erkrankungen oder das tatsächliche Ausmaß von Bewegungseinschränkungen.

Bisherige und derzeitige Therapie:

Von Interesse sind sowohl bisher (auch ggf. erfolglos) durchgeführte Therapien als auch die jetzt durchgeführte aktuelle Therapie. Verständlicherweise reichen hier nicht pauschale Angaben („Medikamente, Krankengymnastik, Psychotherapie“), sondern die ärztlichen Kollegen der Sozialmedizinischen Dienste benötigen zur Beurteilung genaue Angaben zu Art und Frequenz der Therapiemaßnahmen (z. B. 3 x 6 Einheiten Krankengymnastik und Manuelle Therapie, fortlaufend seit ... oder 2 x /Woche Psychotherapie seit ...) bzw. Name und Dosierung der aktuellen Medikamente.

Untersuchungsdatum:

Bitte geben Sie an, wann Sie Ihren Patienten zuletzt untersucht haben.

Wichtige Befunde:

Zur genauen Beurteilung der Erwerbsfähigkeit benötigen wir – neben relevanten Labor-, EKG- und bildgebenden Befunden – auch alle Facharzt- und Krankenhausberichte der letzten 3 Jahre.

Befundänderung:

Ihre Einschätzung der Stabilität des Zustandes Ihres Patienten ist von erheblicher Bedeutung. Falls sich Änderungen im letzten Jahr ergeben haben sollten, geben Sie hierzu bitte den ungefähren Zeitrahmen an.